Castrum festivalRaumgestaltung
Im Rahmen meines ersten Jahres im Fachbereich Visuelle Kommunikation wurde ein Auftrag für das Castrum Festival durchgeführt. Ziel des Auftrags war es, ein räumliches und szenografisches Konzept für die Stadt Yverdon-les-Bains zu entwickeln.
Das Castrum ist ein multidisziplinäres und partizipatives Festival, das im Herzen der Altstadt von Yverdon-les-Bains stattfindet. Die Veranstaltung bietet ein gewagtes und engagiertes künstlerisches Programm.
Das vom Auftraggeber vorgegebene Hauptthema lautet „Wasser“. Dieses Thema passt gut zu dem Ort, an dem das Castrum Festival jährlich stattfindet. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung von Wasser für das gesunde Wachstum von Pflanzen. Die künstlerische Leitung greift die Ästhetik der Waldpflanzen auf. Die Besucherinnen können die Kunstformen entdecken, die aus diesen bedrohten Ökosystemen hervorgehen. Dank der verschiedenen Elemente, aus denen sich das Festival zusammensetzt, erobert die Natur die Landschaft von Yverdon zurück, indem sie sich den öffentlichen Raum aneignet.
Die Mission
2022
In traditionellen öffentlichen Räumen sind die Elemente so angeordnet, dass sie die private Kommunikation fördern.Ein großer städtischer Tisch, der sich harmonisch in die Landschaft des Castrum einfügt, bietet eine gute Möglichkeit, eine neue Art der Aneignung des öffentlichen Raums zu ermöglichen, indem man einen geselligen Moment mit anderen teilt. Die Möbel erinnern in ihrer Form an die organische Ästhetik des bunten Porlings.
Stadtmobiliar
Das Castrum verfügt bereits über Zelte für den Aufbau seiner Stände. Die Konstruktion wird durch Vegetation in verschiedenen Formen ergänzt. Der Stoff, mit dem das Zelt bedeckt ist, ist mit einem Muster aus Baumblattabdrücken versehen. Der Prozess funktioniert dank des Chlorophylls der Blätter, das sich auf dem Stoff ablagert. An drei vertikalen Seiten des Standes werden Efeuvorhänge angebracht, um kühle Bereiche zu schaffen. Die Beschilderung des Standes wird aus Waldmoos hergestellt, um die Kohärenz mit dem gesamten Projekt zu gewährleisten.
Stand
Die Totems sind das Erkennungszeichen des Festivals. Das Ziel dieser Installationen ist es, Pflanzen die Möglichkeit zu geben, sich auf verschiedenen Untergründen zu entfalten, um ihren Platz in der Landschaft zurückzugewinnen. Die Totems bestehen aus zwei perforierten Holzplatten sowie kleineren, austauschbaren und gravierten Platten.
Totem
Die Portale symbolisieren eindrucksvoll den Eingang zur Veranstaltung und stärken die Gesamtidentität des Festivals. Im kollektiven Unterbewusstsein ist das Öffnen eines Elements (wie einer Tür), um Zugang zu einem Raum zu erhalten, ein Mittel, um zwei deutlich voneinander getrennte Orte zu markieren. Die Tür wird durch Efeuvorhänge symbolisiert, die Passanten müssen gewissermaßen den Vorhang öffnen, um Zugang zum Festival zu erhalten.
Portikus
Das partizipative Kunstwerk ist ein künstlerischer Ansatz, bei dem das Publikum in den Schaffensprozess einbezogen wird und so zum Mitautor, Verfasser und Betrachter des Werks wird. Die Installation lädt den Besucher ein, seine Spuren auf einer Graswand zu hinterlassen. Es werden grafische Elemente aus Holz geschaffen. Die Besucher können diese nehmen und auf der Pflanzenwand anordnen. Das Gras wird dadurch dem Licht entzogen und unter der Holzplatte erstickt. Nach einigen Stunden beginnt es zu vergilben. Nach Ende des Festivals werden alle Holzelemente entfernt, sodass ein Muster in Grün- und Gelbtönen sichtbar wird.